AESTHETIK

 

Was ist Kunst? Immer diese Frage. Kunst kommt von Können. Kunst kommt von Müssen. Jedenfalls muss Arnold Schönberg. Damit wird aber die Frage nicht beantwortet, sondern nur verschoben: von der Kunst als Objekt zum Künstler als Subjekt. Ist Kunst autonom, absolut oder kann sie nur im Zusammenhang mit dem Erschaffer gesehen, erfasst und damit verstanden werden? Wenn Kunst einen inneren Zwang darstellt, dann ist sie etwas, was nicht anders sein kann, nicht anders sein darf. Hat aber Kunst nicht wesentlich mit Freiheit zu tun? Mit der Freiheit, die Welt anders zu sehen, als es zum Beispiel die Wissenschaft erlaubt? 

 

Kunst als innerer Zwang, als Trieb neben den anderen Leidenschaften der Menschen, gleich dem Schopenhauer'schen Willen, ein unaufhaltsamer Drang zu schaffen und hervor zu bringen - ohne Sinn und ohne Ziel. Wirklich ohne Sinn und Ziel? Kunst will zum Nachdenken anregen, auf Missstände aufmerksam machen, eine neue Sicht der Welt vermitteln, abseits von gewohnten Mustern, Kunst will täuschen, unterhalten, schockieren, provozieren.

„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt“, so schreibt Ludwig Wittgenstein in seinem „Tractatus“. Doch hier wird er Opfer eines Irrtums. Es gibt eine Welt abseits des Rational-Logischen und damit auch abseits des Sprachlichen. Diese Welt wird uns durch die Kunst mittelbar.

 

 

AUSSTELLUNGEN

 wasserstoff vom 22. März bis 5. April 2007

 

 

VERNISSAGE-REDEN

 „Blau-Machen und Distanzen oder Über die Vorteile eines Makels“ am 2. Juni 2003

 „Über die Geographie der Falten“ am 14. Juli 2002

 „Von flarrendem Leinen und millendem Draht“ am 31. August 2001

 „Ein-, hin- und durch-führende Worte“ am 28. Juli 2000

 

KRITISCHE TEXTE ZUM KUNSTBEGRIFF

 L'art poularde oder Die Kunst ein Huhn zu sein

 

VORWORTE FÜR KATALOGE

 Unebenheiten im Zeitkontinuum

© 2006 by Christian Zelger