ausstellungen
vierbahnen
vierklänge

Neben
optischen und haptischen Eigenschaften wird der Charakter von Textilien auch von einer
akustischen Komponente geprägt: Der Klang der Ausgangsmaterialien, die Geräusche,
die während des Schaffensprozesses entstehen und die Töne von fertigen
Stoffen in ihrer Bewegung können viel über das Wesen und den inneren Aufbau
von Textilien verraten.
Darüber hinaus lösen textile Flächen oft auch akustische Assoziationen aus: Klänge
aus Natur, Alltagswelt oder unfassbaren Bereichen scheinen sich in Textur
und Rhythmus der Gebilde widerzuspiegeln und diese zum Schwingen zu bringen.
Somit beeinflussen reale und utopische Klänge bewusst oder unbewusst das Materialerlebnis.
Die Ausstellung „VierBahnenVierKlänge“ möchte diesen oft wenig beachteten
Aspekt der Akustik von Textilien thematisieren, indem sie unterschiedlich
gefertigte Bahnen aus ver-schiedenen Materialien gemeinsam mit jeweils
subjektiv stimmigen Klänge präsentiert. Sie sollen den Raum mit
Unsichtbarem erfüllen und werden als ein zusätzliches Ausdrucksmittel
eingesetzt, um Inhalte zu dokumentieren und den Betrachter zu einer
ganzheitlichen Wahr-nehmung anzuregen.
Zeughaus am Turm
Radstadt 2001
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